Die Junge Union Sachsen-Anhalt spricht sich für die Wiedereinführung des erfolgreichen Programms „Fifty-Fifty-Taxi“ aus. Auf Initiative des Kreisverbandes Altmarkkreis Salzwedel hat der Sachsen-Anhalt-Rat der JU einen entsprechenden Beschluss gefasst. Ziel ist es, jungen Menschen insbesondere in den Abend- und Nachtstunden wieder eine sichere und bezahlbare Heimfahrt zu ermöglichen.
Ein zentraler Punkt für eine erfolgreiche Neuauflage ist aus Sicht der Jungen Union eine konsequent digitale Umsetzung. „Wir sind im 21. Jahrhundert – wenn es keine digitale, unkomplizierte Lösung gibt, wird das Programm kaum genutzt werden“, erklärt der Landesvorsitzende Nico Elsner. „Andere Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zeigen, dass es funktioniert. Eine landesweite App, über die Fahrten abgewickelt werden, muss deshalb Priorität haben.“
„Die Einstellung des Programms war ein Fehler. Sinkende Nutzerzahlen sind kein Beleg für fehlenden Bedarf, sondern vor allem das Ergebnis einer über Jahre hinweg unzureichenden Bewerbung“, so Elsner weiter. „Wer ein Angebot nicht mehr sichtbar macht, darf sich über geringe Nutzung nicht wundern. Die richtige Konsequenz ist nicht die Abschaffung, sondern eine bessere Ausgestaltung, eine digitale Lösung und eine gezielte Ansprache der jungen Zielgruppe.“
„Die Einstellung des Programms war ein Fehler. Sinkende Nutzerzahlen sind kein Beleg für fehlenden Bedarf, sondern vor allem das Ergebnis einer über Jahre hinweg unzureichenden Bewerbung“
Nico Elsner – Landesvorsitzender
Das „Fifty-Fifty-Taxi“ hatte sich über Jahrzehnte hinweg als wirksames Instrument der Verkehrssicherheit bewährt. Gerade junge Menschen sind überproportional häufig in schwere Verkehrsunfälle verwickelt – insbesondere in den Abend- und Nachtstunden. Ein niedrigschwelliges Angebot für eine sichere Heimfahrt könne hier konkret Leben schützen.
Darüber hinaus sieht die Junge Union auch einen wichtigen Beitrag zur inneren Sicherheit und zur Stärkung des ländlichen Raums. „Gerade außerhalb der Städte fehlt es nachts häufig an verlässlichen Mobilitätsangeboten. Das Taxi-Programm hat hier eine echte Lücke geschlossen und zugleich gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht“, so Michael Benecke, Kreisvorsitzender der Jungen Union Altmarkkreis Salzwedel.
Neben der digitalen Umsetzung schlägt die Junge Union vor, auch die Ticketstruktur zu modernisieren. Neben den bisherigen Ticketwerten sollen künftig auch höherwertige Gutscheine – etwa im Umfang von 10 Euro – eingeführt werden. Dies würde den organisatorischen Aufwand deutlich reduzieren und die Nutzung für alle Beteiligten erleichtern.
Die Finanzierung sei dabei überschaubar und stehe in einem sehr guten Verhältnis zum präventiven Nutzen. „Es geht hier um ein vergleichsweise kleines Programm mit großer Wirkung – für mehr Sicherheit, mehr Mobilität und mehr Teilhabe“, betont Nico Elsner.
Die Junge Union hat sich mit ihrem Anliegen inzwischen sowohl an die Innenministerin des Landes Sachsen-Anhalt als auch an die CDU-Landtagsfraktion gewandt und für eine zügige Prüfung und Umsetzung geworben.
„Das Fifty-Fifty-Taxi ist kein Projekt von gestern, sondern eine Antwort auf sehr aktuelle Herausforderungen. Jetzt kommt es darauf an, die richtigen Schlüsse zu ziehen: bessere Bewerbung, eine konsequent digitale Umsetzung und eine moderne Ausgestaltung des Programms“, so Elsner abschließend.